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Jahrgangsübergreifendes Lernen

Die Schule von gestern ist nicht mehr die Schule von heute. Mit der gesellschaftlichen Entwicklung hat sich die Zielgruppe Schüler gewandelt. Kindheit hat sich aufgrund geänderter Rahmenbedingungen, geänderter Informationsvermittlungen, geänderter Umgangsformen, aufgrund einer gesteigerten Mobilität und eines geänderten Freizeitverhaltens gleichzeitig geändert.

Um Kindern heute gerecht zu werden ist es wichtig, diese Veränderungen und Wandlungen als Grundlage für das Lernen im Blick zu halten. Schule und Lernen müssen sich verstärkt darum bemühen, vielfältige Möglichkeiten zu Eigentätigkeiten und zwischenmenschlichem Umgang zu schaffen.

Die pädagogischen Bedingungen, die durch die Bugenhagen-Schulen geschaffen werden, bieten hierzu die Möglichkeiten. Vielfältige Konzeptionen wie der offene Unterricht, der Werkstattunterricht, die Integration von behinderten Schülern sind kombiniert mit zukunftsweisenden Unterrichtsmethoden wie der Erziehung zur Selbstständigkeit, Helfer- und Patensystemen und Ritualen.

Diese Entwicklung bietet die Grundlage für das Konzept des Jahrgangsübergreifenden Lernens, das seit dem Schuljahr 2005/06 angegangen wird. Es fanden Arbeitsgemeinschaften statt, in denen sich die verschiedenen Jahrgangsstufen miteinander und voneinander lernen konnten. Die bisherigen pädagogischen Methoden wurden dabei nicht fallen gelassen, sondern dienen als Fundament für das neue Konzept. Das Lernen wird bereichert durch Erfahrung und Wissen unterschiedlicher Altersgruppen. Differenz ist der Motor dieser Lernentwicklung.

Im Schuljahr 2006/07 wurden jahrgangsübergreifende Klassen eingerichtet, die vielfältige Möglichkeiten bieten. In diesen altersgemischten Lerngruppe ist es normal, unterschiedlich weit zu sein in Entwicklung, Lernstand und Interessensbildung. Die jüngeren Schüler erleben das Hineinwachsen in eine bestehende Gemeinschaft und die Orientierung an Verhaltensmustern der älteren Kinder. Die Schüler übernehmen die bestehenden Rituale und es gibt nur eine geringe Fluktuation. Für die älteren Schüler findet ein Perspektivwechsel vom Hilfesuchenden zum Helfenden statt. Es ergibt sich ein breites Lern- und Sozialspektrum, welches der natürlichen und sozialen Umgebung entspricht.