Offener Unterricht
Unter offenem Unterricht wird ein pädagogisches Konzept verstanden, das sich in verschiedenen Unterrichtsmethoden wieder findet. Die Offenheit wird dabei als ein dynamischer und vernetzter Prozess der Entfaltung einer Unterrichtskultur verstanden. Eine pädagogische Öffnung bedingt sowohl eine Öffnung der Schule nach innen, also eine Öffnung des Unterrichts als auch eine Öffnung nach außen, d.h. die Einbeziehung der kindlichen Umwelt in die Schule. Dies findet in den Bugenhagen-Schulen statt. Die Struktur des offenen Unterrichts findet sich in der Integratinosschule in Form von Wochenplan, Werkstattarbeit, Freiarbeit Stationenlernen und Projektarbeit.
Mit dem offenen Unterricht werden dem Schüler viele Lernanreize geboten. Es besteht die Möglichkeit zur Erziehung zum Gebrauch der Wahlfreiheit. Ein selbstgesteuerter Zuwachs von Fertigkeiten, Wissen und Können findet statt. Die Ermöglichung des eigenverantwortlichen Handelns führt zur Stärkung des Selbstvertrauens und der Persönlichkeitsbildung.
Der offene Unterricht hat keine einheitliche Theorie. Er setzt sich vielmehr aus vielen pragmatischen Bestandteilen verschiedener reformpädagogischer Theorien zusammen – Petersen (1884-1952), Montessori (1870 - 1952), Dewey (1859 -1952), Freinet (1896-1966). Im offenen Unterricht werden somit unterschiedliche reformpädagogische Ansätze vereint. Als gemeinsamer Nenner liegen allen Formen eine starke Beteiligung der Schüler an der Planung und Realisierung ihres Lernens und schulischen Lebens, sowie ein Abbau von Lehrerzentriertheit zu Grunde. Dabei ist das Ziel, den Kindern die Möglichkeit zu geben, selbst Fragen zu finden, ihre Fragen zu stellen und zu lernen, diese zu beantworten.
Mit dieser Unterrichtskonzeption sollen den Schülern keine fertig verpackten Informationen geliefert werden, sondern sie werden dazu aufgefordert, ihre Lernumwelt selbst nach ihren Interessen zu gestalten. Im Vordergrund steht dabei die Weckung und Stärkung selbststeuernder und kreativer Kräfte im Kind. Das Kind wird zum Baumeister seiner eigenen Lernentwicklung. Der Lehrer begleitet ihn dabei und stellt die notwendigen Bedingungen her.