Schule für Kinder mit besonderem Förderbedarf
Weil es normal ist, verschieden zu sein.

An den Bugenhagen-Schulen findet auch im Sonderschulbereich noch Integration statt. So lernen Kinder mit Förderbedarf in der geistigen Entwicklung, der sozialen und emotionalen Entwicklung, der Entwicklung der Motorik sowie im Lernen und der Sprache in Lerngruppen gemeinsam. Hier werden die positiven Aspekte des Mit- und Voneinanderlernens verbunden mit der intensiven Förderung im kleinen Klassenverband. Jede Klasse wird von einem festen Team aus Pädagogen betreut. Die Förderung wird ergänzt durch die umfassende Zusammenarbeit mit dem hausinternen und externen Therapiezentrum theravitalis. Durch laufende Fortbildungen stellen sich alle Pädagogen immer wieder neu auf die Bedürfnisse der Kinder ein. Die Elternarbeit ist charakterisiert durch regelmäßige Elternabende und Sprechzeiten. Hier erhalten die Eltern Einblick in die pädagogische Arbeit und die Entwicklung der Kinder. In der Schule für Kinder mit besonderem Förderbedarf werden alle Unterrichtsthemen lebensnah aufbereitet – sie regen stets zu konkretem Handeln an.
In der Grundstufe charakterisieren Elemente der Montessori-Pädagogik den Unterricht. Wir halten es für besonders wichtig, auf die Bedürfnisse der Kinder individuell, das heißt entsprechend ihrer Entwicklungsbedingungen, einzugehen. Neben der Anbahnung der Kulturtechniken legen wir besonderen Wert auf die emotionale und soziale Entwicklung der Kinder. An einem stundenplanfreien Tag wird auf die Lernvoraussetzungen und Interessen der Kinder in besonderem Maße eingegangen. An diesem Tag wird über mehrere Stunden in jahrgangsübergreifend zusammengestellten Lerngruppen an einem Thema vertieft gelernt. Ausgehend von dem Grundsatz der Lebensnähe und Konkretheit der Unterrichtsinhalte wird derzeit ein Curriculum „Elementare Bildung“ entwickelt, das basale und lebenspraktische Entwicklungsschritte umfasst. Damit sollen Lerninhalte in einem Lehrplan festgehalten, der den besonderen Bedürfnissen der Kinder gerecht wird. Dazu kann z.B. auch die Arbeit im Snoezelen-Raum gehören.
In der Sekundarstufe wird die Arbeit der Grundstufe durch die enge Kooperation der Kollegen fortgesetzt. Der Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit liegt auch hier auf den individuellen Entwicklungsbedingungen der Schüler. Das erfordert ein lebensnahes Lernen und ein hohes Maß an Differenzierung, insbesondere in den Kernfächern. Außerschulische Lernorte sowie das Lernen in Projekten greifen die Stärken und Fähigkeiten der Schüler auf.
Nach dem Wechsel in die Sekundarstufe kann für die Schüler der Englischunterricht und die Arbeit mit dem Computer hinzukommen.
In zwei jährlich stattfindenden Projektwochen arbeiten die Schüler fächerübergreifend und in jahrgangsgemischten Lerngruppen an einem gemeinsamen Thema. Als eines dieser Projekte greift die Bibelwoche religionspädagogische Themen auf. In einer wöchentlich stattfindenden AG gehen die Schüler ihren besonderen Neigungen und Interessen nach. Musikalische Angebote begleiten in vielen Klassen den Tagesgang. Szenisches Arbeiten und Darstellendes Spiel gewinnen weiter an Bedeutung. Der Hauswirtschaftsunterricht unterstützt die Selbständigkeit der Schüler. Regelmäßige Andachten und Gottesdienste bilden den Rahmen für die intensive religionspädagogische Arbeit. Der jahrgangsübergreifende Sportunterricht und eine Kunstwerkstatt komplettieren das vielfältige Unterrichtsangebot in der Sekundarstufe. Ab Klasse 8 wird in den Kernfächern Mathe und Deutsch jahrgangsübergreifend differenziert. Der Naturwissenschaftsunterricht kommt hinzu. Gleichzeitig werden die Schüler behutsam an ihren Schulabschluss herangeführt und in einer individuellen Berufsorientierung gezielt auf berufliche Perspektiven vorbereitet. Wichtig ist bei alledem jedoch stets der „Blick vom Kind“ aus, also: Was ist für den Schüler und die Entfaltung seiner kognitiven Fähigkeiten, aber auch für seine soziale und emotionale Entwicklung das Beste?
