zur Suche zur Hilfe zur Uebersicht

Berufsorientierung in den Klassen 8 - 10

Die Berufsorientierung in den Klassen 8-10 bereitet die Schüler auf einen möglichst selbstbestimmten Übergang in das Leben nach der Schule vor. Dazu gehört neben der Ausbildung von Fähigkeiten und Fertigkeiten im Hinblick auf die Arbeitswelt auch das Wecken und Fördern von individuellen Interessen und Wünschen der Schüler. Die Fächer Hauswirtschaft, Technik-, Sach- und Computerunterricht gehen dabei in einen Berufs- und Lebenskundetag auf. So können Inhalte übergreifend und vertieft an einem ganzen Schultag pro Woche behandelt werden. Gleichzeitig werden systematisch außerschulische Lernorte mit einbezogen. Aus diesem Grund pflegen wir den intensiven Austausch mit der Wirtschaft und Rehabilitations¬trägern.
• Zukunftsplanung
• Praktika
• Betriebserkundungen
• Praxislerntag
Zukunftsplanung
In jedem Schuljahr führt das Klassenteam ein individuelles Berufsberatungsgespräch mit jedem Schüler und dem Koordinator für berufliche Integration durch. Ziel ist es, die Wünsche und Vorstellungen des Schülers von Beruf und Arbeit heraus zu finden und weiterzuentwickeln. Kernfragen können dabei sein:
   1. Was sind Deine Wünsche / Träume / Traumberufe?
   2. Was kannst Du besonders gut, was sind Deine Stärken?
   3. Wer unterstützt Dich, wo kannst Du Hilfe bekommen?
Dabei werden konkrete Schritte auf dem Weg der Berufswahl vereinbart und laufend dokumentiert, bspw. welches ein geeigneter Praktikumsbetrieb ist oder wo individuelle Unterstützung gefunden werden kann. Diese Dokumentation bildet die Grundlage für die Reha- und Berufsberatung des SchulInformationsZentrums und der Agentur für Arbeit am Ende der Schul¬zeit.

Praktika

Die Schüler der Klassen 8-10 führen in jedem Schuljahr ein zwei- bzw. dreiwöchiges Praktikum durch. Hier sollen sie einen fundierten Einblick in die Arbeitswelt und verschiedene Tätigkeitsfelder erhalten. Aus den vier Hamburger Werkstätten für Menschen mit Behinderung, vielen Integrationsbetrieben aber auch Betrieben auf dem ersten Arbeitsmarkt finden wir für jeden Schüler einen geeigneten Arbeitsplatz. Dabei hilft unsere langjährige Kooperationsarbeit mit engagierten Betrieben und Unternehmen. Die Schüler sollen die Stellensuche und Bewerbung möglichst selbstständig erledigen. Sie werden dabei durch die Klassenteams unterstützt.
Das Praktikum wird in der Schule vorbereitet. In der Praktikumszeit begleiten wir die Schüler durch mehrere Besuche an den Praktikumsstellen. Die Schüler erstellen eine Dokumentation in einer eigens entwickelten und differenzierten Praktikumsmappe. Die Nachbereitung erfolgt projektartig in einer Kompaktwoche direkt nach dem Praktikum.

Betriebserkundungen in Klasse 8

Grundlage für eine erfolgreiche Berufswahl ist, dass sich Schüler ihrer eigenen Wünsche, Fähigkeiten und Neigungen bewusst werden. Dafür entwickelt jeder Schüler in Klasse 8 auf spieler¬ische und kooperative Weise ein „Selbstbild(nis)“, ähnlich einer Wandzeitung. Dies geschieht in Anlehnung an das Projekt „beO – berufliche Erfahrung und Orientierung“ der Hamburger Arbeitsassistenz. Danach führen wir die Schüler durch Betriebsbesuche an die Arbeitswelt heran. Für die Erkundungen kommen die Betriebe in Frage, mit denen wir bereits Kontakte hergestellt haben. Sie werden auch für die Betriebserkundungen nach den Interessen der Schüler ausgesucht. Die Schüler besuchen die Betriebe mit einfachen Erkundungsaufträgen und ihren individuellen Fragen, die im Unterricht aufbereitet werden. Ergänzt werden sie durch Fotos.
Wichtiger Bestandteil ist die Entwicklung von Kommunikations- und Kooperationsformen, wie sie in der beruf¬lichen Praxis und am Arbeitsplatz verlangt werden. Diese Sozialkompetenzen haben sich immer wieder als Schlüsselqualifikationen für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung erwiesen. Hierauf legen wir bei der Wahl unserer Unterrichtsmethoden besonderen Wert.

Berufliche Praxis in Klasse 9 und 10

Vertiefende Einblicke in die Arbeitswelt erhalten die Schüler durch konkrete Erfahrungen im Betrieb durch einen Praktikumstag in der Woche. Uns kommt es darauf an, dass die Arbeitsplätze möglichst optimal den Wünschen und Fähigkeiten des Schülers entsprechen. Im Anschluss an ein Einführungspraktikum entscheiden die Schüler gemeinsam mit dem Klassenteam, ob sie an einem Schultag in der Woche in einer Schülerfirma, einer Werkstatt oder einem Betrieb auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten wollen.

Praxislerntag

In Anschluss an ein Einführungspraktikum übernehmen die Schüler in einem Betrieb auf dem ersten Arbeitsmarkt oder in einer Werkstatt eigenverantwortlich Aufgabenbereiche und dokumentieren diese mit Hilfe von individuellen Lernaufgaben in einer Jahresarbeit. Sie werden von Lehrkräften je nach Unterstützungsbedarf regelmäßig betreut.
Durch den Praxislerntag geben wir benachteiligten Schülern die Chance, sich auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bewähren. Die enge Anbindung an einen Betrieb steigert auch die Aussichten auf die Integration in den ersten Arbeitsmarkt.

Kontakt

Daniel Röhe
Schulleitung
Bugenhagen-Schulen
Alsterdorfer Str. 506 
22337 Hamburg
Telefon: 040-5077 3668
email: daniel.roehe (at) bugenhagenschulen.de