28 Mai

Unsere Schach-Jungs bei den Deutschen Meisterschaften

Das Schulterklopfen kam von allen Seiten, auch und vor allem von den „ganz Großen“ und ihren Lehrern: „Donnerwetter, gut gespielt, Euch gehört die Zukunft!“ Sechs Bugi-Jungs aus der Stufe II hatten sich überraschend bei einem Turnier in Hamburg für die Deutschen Meisterschaften im Schulschach für Mannschaften qualifiziert.

Wo? Am traumhaften Starnberger See in der vielleicht schönsten Jugendherberge Deutschlands: Turnier und Schlafräume in einer Villa wie von Ludwig II, der Speisesaal in einem Schloss wie Harry Potters Hogwarts. Donnerstag früh um 9 Uhr am 3. Mai saß das Team im ICE, Sonntag um 21 Uhr am 6. Mai Rückkehr in Hamburg. Freitag früh die erste Runde am Brett, Sonntagmittag die letzte.
Die Gegner: Zwanzig Mannschaften aus ganz Deutschland, zum Teil Vereinsspieler, einige haben Schach als Unterrichtsfach und sind 16, 17 Jahre alt, Zehntklässler, 1,95 m groß, Bartträger . . . Unsere Jungs bilden dagegen erst seit wenigen Wochen ein Team, haben aber mit dem auch erst 21jährigen Alexander Spät einen supercoolen Trainer.

Sehr erfreulich: Die Bugi-Mannschaft hat sechs Siege eingefahren, beim abendlichen Schachvarianten-Turnier für Zweier-Teams landeten Arthur und Viktor sogar auf Platz 14.
Lob vom Turnier-Chef Walter Rädler bei der Siegerehrung: „Ihr seid so jung, Ihr könnt noch die nächsten fünf Jahre an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen – und seid dann ganz vorn“.
Tolles Rahmenprogramm: Sonnabendnachmittag Busfahrt zur Allianz-Arena nach München, Profi-Führung durch den Bayern München-Tempel inklusive Umkleideraum von Neuer, Boateng, Ribery & Co. Und abends Simultan-Runde mit Großmeister Markus Stangl (36 nationale und internationale Titel!), der merkwürdigerweise ein Remis-Angebot unserer Bugi-Helden nach einer Stunde nicht annehmen wollte . . . Schließlich: In den wenigen Pausen lockten zwei Fußballfelder und ein Tischtennis-Pavillon.

Die Bilanz:
1. Alle sechs Jungs waren großartige Botschafter unserer Bugenhagenschule.
2. Ein Riesen-Dankeschön an den Förderverein, der diese Reise möglich gemacht hat.
3. Schach ist kein Männersport! Also Mädels, die ihr das hier lest: Mitmachen! Die „kleinen Könige“ wissen: Mit Dame lässt sich noch intelligenter spielen!

Im Bild rechts unser Team bei den Deutschen Schulschach-Meisterschaften vor dem Jugendschloss „Wort des Lebens“ am Starnberger See. Obere Reihe von links: Arthur Danneker (II b), Christoph Bünger (II c), Lasse Rugullis (II a), Viktor Kryszohn (II e). Vorn von links: Jannis Mertens (II b) und Jason Esch (II a)

Fast so schön wie ein Hollywood-Oscar: Jeder Spieler brachte so ein Goldstück mit nach Hause (Bild Mitte). Trainer Alex Spät auch. Und eine gab es für die Schule – kommt in den Trophäenschrank

Letztes Jahr erst das Abi gebaut, jetzt als FSJler unterwegs: Alex Spät (Bild links) trainiert die Bugi-Jungs immer mittwochs (leider selten draußen wie hier im Pausenhof bei den Deutschen Meisterschaften). Hoffentlich auch nach den Sommerferien, wenn sein Freiwilliges Soziales Jahr „abgeleistet“ ist und er als Student Zeit hat. „Ich würde gern“, sagte er nach der Schachreise