Kategorie: Theater / Musik

02 Sep

Bertini-Preis für unsere Schüler


Foto: Jörg Münch

Im Ernst-Deutsch-Theater wurde am Sonntag zum 21. Mal der Bertini-Preis für Zivilcourage verliehen. Zusammen mit 3 anderen Projekten teilt sich der  Theaterkurs des Jahrgangs 13 unter der Leitung unserer Theaterpädagogin Corinna Honold den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preis.

AUS DER REIHE TANZEN – ERINNERUNG AN DIE SWINGJUGEND
Projektbeschreibung

Hamburger Abendblatt am 28.01.19 - pdf zum Lesen 

 Hamburg Journal vom 27.01.2019

Die Rolle der Swings während des Nationalsozialismus ist nur den wenigsten bekannt und dennoch nicht wegzudenken aus der deutschen Geschichte. In dieser friedlichen Gegenbewegung und dem Spaß am anglophilen Stil, haben die Jugendlichen über den eigenen Tellerrand geschaut und sich sehr weltoffen gezeigt.
Gemeinsam hat unsere 18-köpfige Gruppe das Theaterstück „Aus der Reihe tanzen“ entwickelt und appelliert mit diesem Projekt gegen das Vergessen der Swing Jugend in Hamburg. Zur Inspiration und Recherche haben die Schüler der Bugenhagenschule Zeitzeugenberichte gelesen, Dokumentationen und Filme gesehen sowie ein Theaterstück zum Thema besucht.
Sie zeigen, wie brutal die Swings im Laufe des Krieges aufgrund ihres Musikgeschmacks verfolgt und bestraft wurde. Durch das Andenken rufen sie die Zivilcourage und den Mut der Swings in Erinnerung.


Foto: Jörg Münch

25 Mai

THEATER TROTZ Abi

Der Theaterkurs Jg 13 wirkte mit dem Stück “Aus der Reihe tanzen” an der diesjährigen Gedenkveranstaltung der Katharinenkirche zum 8.Mai mit. Die Schüler legten im ersten Teil der Veranstaltung Blumen für die Opfer des Nationalsozialismus an der Gedenkstätte denk.mal am Hannoverschen Bahnhof im Lohsepark  nieder. Nach Geschichten und Musik mit dem Hamburger Musiker Tornado Rosenberg bekamen die Schüler für ihre intensive Theateraufführung viel Applaus in der Halle 424 im Oberhafen Quartier. Dieser Veranstaltungsort hat uns sehr gefallen. Wir hatten volles Haus und tolle Rückmeldungen.

09 Mai

BÜHNE FREI! Bugi-Kultur im Zelt

100 Schülerinnen und Schüler der Bugenhagenschule Alsterdorf zeigen, was sie können.

Unser Kulturabend im Zelt bietet Genuss für alle Sinne: Ein Konzert der Bigband mit Songs von Adele bis Coldplay,  lebendige Theaterauftritte mit Texten und Musik, aktuelle Werkpräsentation aus den Bereichen Kunst und Arbeitslehre/Technik sowie das Angebot, leckere kulinarische  Köstlichkeiten aus der Küche des Bereichs Ernährung zu kosten.

Wir freuen uns über ein volles Zelt!

10 Apr

Bertinipreisträger spielen noch einmal!

“Aus der Reihe tanzen“
Gedenkveranstaltung zum Tag der Befreiung am 8. Mai der Hauptkirche St. Katharinen mit Tornado Rosenberg und dem Theaterprojekt Jg. 13 der der Bugenhagenschule (Bertini Preisträger 2018) am denk.mal Hannoverscher Bahnhof und in der Halle 424 (Oberhafen)
Der 8. Mai markiert mit dem Ende des II. Weltkrieges und der Kapitulation Deutschlands ei-nen Tag der Befreiung von Diktatur und Krieg. Dazu laden die Hauptkirche St. Katharinen mit Tornado Rosenberg und dem mit dem BERTINIPREIS ausgezeichneten Theaterprojekt der Bugenhagenschule zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung. Wir beginnen am denk.mal Hannoverscher Bahnhof in der HafenCity zur Erinnerung an die Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus von hier in die Konzentrationslager in Osteuropa verschleppt wurden.

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12 Feb

Theater im Klassenzimmer – “Das ist Esther”


Foto und Textauszüge: Website Thalia Theater; https://www.thalia-theater.de

Die 17-jährige Mary Ann erzählt unseren Schülern von ihrer Großmutter Esther und von sich und blättert Bruchstücke der Erinnerung auf. Im Gepäck: Fotos und O-Töne, die die Stationen des Lebens der Holocaust-Überlebenden Esther Bauer dokumentieren. Unsere Schüler lauschen gebannt, ergriffen und manchmal erschrocken, wie echt es sich anfühlt, wenn Mary Ann mit dem Lineal auf sie zeigt … “links … rechts …links …”. Eine Richtungswahl, die in Auschwitz über Leben oder Tod entschieden hat.

Mary Ann erzählt von der behüteten Kindheit ihrer Großmutter in Eppendorf, dem Beginn der Nazi-Herrschaft, über die Deportation ins Ghetto Theresienstadt und in das KZ Auschwitz, von der Befreiung in Mauthausen bis zur Emigration nach New York und den Aufbau einer neuen Existenz. Das Stück erzählt vom Glück des Überlebens. Es thematisiert darüber hinaus den Tod der nahezu letzten Zeitzeugen auf einer sehr persönlichen Ebene.

„Mit einem drama­tur­gi­schen Kniff gelingt es, mehrere Frage­stel­lungen einer Insze­nie­rung (Regie: Katja Langen­bach), in deren Mittel­punkt der Bericht einer Holocaust-Überlebenden steht, zu lösen”. 

“Es ist die Enkelin, die den Monolog spricht. Esther Bauer, die Groß­mutter, betritt die Szene nicht. So muss die vorhan­dene Distanz nicht geleugnet werden und die Gefahr, in falsche Iden­ti­fi­zie­rung und Gefüh­lig­keit zu rutschen, ist geringer. Zugleich ist durch die Enkelin die Perspek­tive einer Vertre­terin der heutigen jungen Gene­ra­tion einge­woben, die aber durch „Granny“ in Verbin­dung mit dem histo­ri­schen Geschehen steht. Sie wird die glaub­wür­dige Mitt­lerin in einer Zeit, in der es immer weniger Zeit­zeugen gibt.“ Angela Dietz, Theatermagazin Godot

Die Geschichte von Esther Bauer …
http://www.werkstatt-der-erinnerung.de/migration/bauer.html